GEIGERRIG THE RIG Trinkrucksack Test – Sprühen anstatt Saugen

Der Sommer ist zwar leider vorbei, aber der nächste kommt bestimmt und dafür möchte ich gewappnet sein. Denn wer bei hohen Temperaturen längere Zeit laufen will, dem stellt sich unweigerlich die Frage, wie er auf seinem Weg eine ausreichende Wasserversorgung sicherstellen kann.


Warum ein Trinkrucksack?
Eine besonders bequeme Art, bei Laufen sein Getränk mitzuführen bietet ein Trinkrucksack. Anders wie mit einem Trinkgurt hat man bei einem Rucksack die Möglichkeit, das Gewicht des Wassers komfortabel auf beide Schultern zu verteilen. Richtig angelegt sitzt er dabei fest am Rücken, so dass man sich um ein Verrutschen keine Sorgen machen muss.

Heute möchte ich meine neuste Errungenschaft vorstellen: THE RIG – ein Trinkrucksack aus dem Hause GEIGERRIG. Die darin enthaltene Trinkblase ist das Herzstück der GEIGERRIG

Trinkrucksäcke, die im Juni auf den deutschsprachigen Markt kamen. Auf der Outdoor Trade Show in Warwickshire, England wurde die Trinkbase als „Produkt des Jahres“ ausgezeichnet.

Das Trinken – Sprühen anstatt Saugen
Die Ogwa-Trinkblase zeichnet sich gegenüber normalen Trink-Blasen dadurch aus, dass man beim Trinken nicht mehr saugen muss – das Wasser sprüht von selbst aus dem Schlauch heraus. Dies funktioniert wie folgt: Mit dem Druckball am Rucksack wird solange Luft in die Trinkblase gepumpt, bis darin ein Überdruck entsteht.

Wird jetzt am Mundstück auf das Ventil gedrückt, schießt das Wasser heraus. Musste bei herkömmlichen Trinksystemen zwischen dem Atemholen gesaugt werden, so wird das Wasser bei den GEIGERRIG Trinkrucksäcke komfortabel in den Mund gedrückt und kann dann geschluckt werden. Diese Technik vereinfacht das Trinken während des Laufens, was ich auch bei meinem 20 km Testlauf heute feststellen konnte.

Während des Laufens wird einfach auf das Mundstück gebissen und schon kann man schlucken. Fehlt es nach ca. 1/2 Liter Trinken etwas an Druck, so reichen 3-4 Schübe mit dem Druckball aus, damit der Druck wieder zum Sprühen reicht.

Eckdaten

  • Hersteller: Geigerrig
  • Modell: THE RIG (Art.Nr. GR-G3-RIG-BK) Trinkrucksack
  • Trinkschlauch: inkl. Drucksystem, Fassungsvermögen 2L (auch als 3L Blase erhältlich)
  • Quick-Release-Ventile für einfaches Abnehmen und Auffüllen, Gleitverschluss für einfaches Wiederauffüllen der Blase
  • Zusatzfeature: Innenfach mit Reißverschluss, Belüftungsystem für den Rücken, Tragegriff, Notfall-Pfeife am Brustgurt
  • Farben: rot, schwarz, citrus
  • Material: 100 % ballistisches Nylon, hohe Trockenkapazität
  • Optionales Zubehör: In-Line Filter, Filterfertiger Trinkschlauch, Isolierter Trinkschlauch, Druckball-Halter, Trinkschlauch-Garage
  • Maße: Höhe 46cm, Breite 23cm, Dicke 4cm
  • Gewicht: 0,975 kg
  • Preis: ca. EUR 129,00

Der Rucksack im Test
Vor der Nutzung des Rucksacks muss der Trinkbeutel natürlich mit Wasser befüllt werden. Dazu wird der Rucksack an der Rückseite geöffnet, der Trinkbeutel herausgezogen und die Quick-Release-Ventile abgestöpselt. Dann wird der Gleitverschluss geöffnet und der Beutel mit Wasser befüllt. Dies bedarf am Anfang etwas Übung, ist aber schon bei der zweiten oder dritten Befüllung Routine.

Der Rucksack wird nun per Schulterriemen und stufenlos verstellbarem Brust- und Hüftgurt auf dem Rücken fixiert. Beim Laufen lag der Rucksack satt auf dem Rücken. Bei dieser für mich optimalen Einstellung war der Hüftriemen allerdings zu hoch (in Höhe des Bauchs), was aber wahrscheinlich durch meinen relativ großen Körperbau bedingt ist.

Optional: der Wasserfilter
Wer in abgeschiedenen Gefilden eine längere Tour plant, für den könnte der von GEIGERRIG zukaufbare Wasserfilter In-Line Filter G2 100 FL interessant sein. Er ermöglicht ein Auffüllen der Trinkblase an natürlichen Wasserquellen (z.B. Brunnen, Fluss oder See). So kann man größere Strecken zurücklegen, ohne dass große Wasservorräte geschleppt werden müssen.

Praktisch: die Reinigung
Die Trinkblase des RIG kann ganz einfach umgestülpt und in der Spühlmaschine gereinigt werden. Damit entfällt der Kauf eines zusätzlichen Reinigungssets, wie es z.B. für CamelBak Rucksäcke angeboten wird.

Fazit
Den wichtigsten Zweck – nämlich die Versorgung mit ausreichend Flüssigkeit – erfüllt der GEIGERRIG THE RIG mit links. Das Trinken aus dem Rucksack während des Laufens habe als sehr angenehm empfunden. Man beißt auf das Mündstück und wird prompt mit ausreichend Wasser versorgt. Am Anfang etwas ungewohnt ist das Geräusch des hin- und herschwappenden Wassers im Rucksack. Hier kann es schon sein, dass man vom einen oder anderen Passanten wegen der Glucker-Geräusche verdutzt angeschaut wird. Aber nach kurzer Zeit gewöhnt man sich daran.

GEIGERRIG THE RIG Pro und Kontra

Vorteile:

  • hochwertige Verarbeitung
  • innovatives Trinksystem
  • schlankes Design zur Gewichtsverteilung
  • robustes Verschlusssystem (Reißverschluss)
  • einfache Reinigung der Trinkblase

Nachteile:

  • Tragesystem nur bedingt an Körpergröße anpassbar
  • Gluckergeräusche während des Laufens

Links

  • Die GEIGERRIG Trinkrucksäcke und das entsprechende Zubehör werden in Deutschland, Österreich und in der Schweiz exklusiv von der Optamit GmbH in Köln (Großhandel) vertrieben.

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3 Gedanken zu „GEIGERRIG THE RIG Trinkrucksack Test – Sprühen anstatt Saugen“

  1. Moin!
    Könnte man da theoretisch auch Sprudelwasser einfüllen, ohne dass es irgendwo
    rausblubbert ? Das nervt mich an den Fahrradflaschen immer. Ich habe lieber
    Getränke mit Kohlensäure dabei.
    Wenn das Ding ja eh unter Druck steht, dürfte doch die Kohlensäure eigentlich
    keine negativen Auswirkungen haben, oder ?
    Danke.

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