In Berlin läßt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden: Fast überall gibt es gut ausgebaute Fahrradwege und genug Natur sein Drahtesel wunderbar auszuführen. Für richtig schöne Fahrradtouren muss man allerdings etwas aus der Stadt raus. So auch für die nun vorgestellte Tour von Berlin Karlshorst nach Erkner an den Flaken- bzw. Kalksee.
Harten Fakten zur Fahrradtour Berlin Flakensee – Kalksee:
Streckencharakter: leichte Radtour, praktisch ohne Anstiege, gut für Mountain Bike
Start der Fahrradtour: Deutsch-Russisches Museum, Berlin, Karlshorst
Ende: in Erkner
Dauer (ca.): 2h
Fahrstrecke: 29km
Höhenunterschied: 62m
Beste Jahreszeit: Frühjahr bis Herbst
Dies Fahrradtour bietet die Möglichkeit von Karlshorst (Lichentberg) nach Erkner bzw. zu, Flakensee fas gänzlich durch Wald zu fahren. Auf bequemen Wegen geht es zunächst durch die Wuhlheide, dann durch die Landschaftsschutzgebiete Mittelheide und Krummendammerheide bis man schließlich am Ufer des Flakensees entlang fährt. Dort bieten sich einige Bademöglichkeiten. Kurz nach der Woltersdorfer Schleuse gibt es auf der linken Seite einen sehr guten Bäcker, den es schon seit 1888 (Conditorei und Cafe Knappe). Hier kann man wunderbar ein Stück Kuchen genießen. Wer will kann von hier aus auch noch auf den Kranichsberg (105m hoch). Hier steht ein Turm, in dem eine ständige Ausstellung über die Geschichte Woltersdorf zu sehen ist. Nächste Station ist dann der Bauersee ist Woltersdorf. Von da an kann man natürlich die Strecke nach Berlin dann wieder zurückfahren.
Nach dem Frühstück fahren wir zum Schwimmtraining (Freibad mit 50m-Bahn auf dem Gelände der Uni). Nach dem Mittagessen fahren wir zum „Pazific Fair“. – Anscheinend der größte Mall auf der Südhalbkugel. Wir flanieren und kaufen ein. Es gibt eine riesige Auswahl an Surf-Shops. Abends grillen wir Rindfleisch und lassen es uns mit einem Barbecue so richtig gut gehen.
Hier schaue ich mir einen etwa 100m in die Tiefe fallenden Wasserfall an und steige hinunter ins Tal. Plötzlich fängt es stark an zu regnen. Glücklicherweise habe ich eine Regenjacke dabei und kann meine Wanderung fortsetzen. Der Weg führt mich durch dichten Regenwald hin zu einem natürlichen Pool. Dort treffe ich zwei Jungs, die mir eine riesige Vogelspinne zeigen. Sie bewegt sich nicht und lauert auf Beute. Nach kurzer Rast setzte ich meine Wanderung fort. Es beginnt stärker zu regnen. Der Pfad steht unter Wasser, aber zum Glück ist es warm. Völlig durchnässt erreiche ich den Wagen und fahre zur nächsten Attraktion des Parks: ein Wasserfall, der in eine große Höhle fällt („Natural Bridge“).
Als ich zu Hause in der WG ankomme, ist schon Christians angekündigter Besuch da: Seine Schwester, seine Freundin und noch ein Kumpel. Wir gehen essen und fahren nach Surfers Paradise. Dort müssen wir leider feststellen, dass die ganze Stadt mit „Schoolies“ überfüllt ist. Sie feiern dort ihren Schulabschluss und viele davon sind völlig besoffen. Wir setzen uns zum gaffen 1,5h in die Fußgängerzone und lästern über ihr albernes Gehabe.
Gold Coast – Varsity Lake – 37. Tag
Es regnet. Ich verbringe den Tag mit telefonieren, E-Mails schreiben und damit meine Reiseroute für die nächsten Tage zusammenzustellen. Mittags gehe ich mit Andy laufen. Obwohl es immer noch bewölkt ist, schwitzen wir wie verrückt. Es ist unglaublich schwül ist.
Abends besucht uns in der Wohnung eine Huntsman Spider. Ich fange sie mit einem Becher. Wir sie im Garten wieder frei.
Endlich einmal schlafen wir aus (bis 9:00 Uhr). Dann gehen Andy und ich in Brisbane laufen. Heute wollen wir das Auto reparieren lassen. Es läuft schon die ganze Zeit unruhig und geht ab und aus. Katharina und Christine haben sich entschieden heute auf eine Farm zu gehen, um das Leben auf einem Bauernhof kennen zu lernen. Nachdem wir die beiden am Bahnhof verabschiedet haben, fahren wir zu einer Autowerkstatt, wo wir Arthur treffen (Triathlet). Er checkt den Wagen und repariert ihn. Wir sind glücklich, dass nur die Zündkabel defekt waren und das Ganze nur 80 Dollar kostet. Dann geht’s zum Schwimmtraining von Andys Ex-Trainingsgruppe in Brisbane. Anschließend fahren wir in Matts Ford Falcon Baujahr 69 zu einem Oldtimer-Treffen. Er erzählt uns, dass er 40 000 Dollars und 4 Jahre Freizeit in diese Auto gesteckt hat und, dass er es nur einmal im Monat aus seiner Garage holt. Während der Fahrt ziehen wir alle Blicke auf uns. Es macht richtig Spaß mit 460 PS durch die Gegend zu düsen. Das Treffen ist bei einem „oldschool“ Burger-Restaurant. Alles ist im 60er Jahre Styl gehalten. Wir essen eine riesige Portion Steak-Burger und trinken Shakes dazu. Anschließend werden die Autos der anderen Freaks beäugt. Es ist unvorstellbar, wie viel Zeit und Geld in diese Autos gesteckt worden sein muss. Später am Abend wollen wir noch ins „The Family“ einer der angesagtesten Clubs in Brisbane. Aber wir versumpfen schon der in hauseigenen Disko des Backpacker Hostels („Down Under“). Es gibt billige Drinks und gute Musik. Wir feiern bis früh in den Morgen und haben jede Menge Spaß und: natürlich wieder zu wenig Schlaf.
Brisbane – zu Besuch bei Australiern – 32. Tag
Wir checken um 10:00 Uhr aus. Dann verabschiede ich mich von Andy, der mit dem Zug zur „Gold Cost“ fährt, um dort mit seinem Training zu beginnen. Ich rufe Warrick (29) an. Wir verabreden uns für 12:00 Uhr. Er holt mich am Hostel ab. Wir fahren zu seinem Haus. Auf der Fahrt halten wir bei einem Seafood Shop. Warrick kauft eine riesige Portion Fisch und Meeresfrüchte für das „dinner tonight“ ein. Zuhause angekommen treffen wir Jo (29), seine Freundin und essen als „Snack“ Prawns und in Salzwasser gekochte Erdnüsse: Yhami! Dann machen wir einen kleinen Spaziergang am Strand bevor wir Warricks Eltern besuchen gehen. Sie haben ein großes Haus mit einem riesigen Garten. Als Hobby züchten sie allerhand exotische Pflanzen. Warricks Vater führt mich durch den Garten und ich darf verschiedene Früchte probieren, welche ich niemals zuvor gesehen oder gekostet habe. Dann gehen wir zur Abkühlung im Pool schwimmen und trinken australisches Bier. Gegen später beim Barbecue bei Warrick zuhause, lerne ich seinen Bruder Scott (30) kennen. Er hatte 1996 in der Schweiz einen Motorradunfall und ist seit dem ab der Brust abwärts querschnittsgelähmt. Wir essen Austern, delikates Fischfilet, Krabben, Prawns (Langusten) und Salat. Es ist ein absolutes Festmahl.
Wake-Board fahren in Brisbane – 33. Tag
Ich stehe um 8:30 Uhr auf. Warrick macht Frühstück. Es gibt Pfannenkuchen mit Eiern und Schinken: Lecker! Dann fahre ich mit Scott zu einem Freund (Buschi). Er besitzt ein großes Stück Land (150 Ha) und wohnt ca. 1,5h von Brisbane entfernt. Zu seinem Anwesen gehört ein See, auf dem wir Wasserski fahren. Scott erzählt mir dass er dieses Jahr bei den Wasserski-Behinderten-Weltmeisterschaften den dritten Platz gemacht hat und, dass er den australischen Rekord im Weit-Jumping hält. Ich bin seinem Können auf dem Wasser überwältigt. Es ist unglaublich, was er als so als schwer gelähmter Mann alles auf dem präparierten Wake-Board (im Sitzen) alles vollbringt. Auch Buschi ist auf dem Wasserski brilliant. Er ist halbseitig gelähmt und nützt nur einen Arm beim Wasserskifahren. Ich probier es ebenfalls und schaffe es mich 4-5 Mal eine Weile auf den Skiern zu halten. Es macht riesig viel Spaß. Als wir unsere Sachen zusammengepackt haben und mit dem Auto zu Buschis Haus fahren wollen, schlängelt sich plötzlich eine Red Belly Snake langsam über die Straße. Sie gehört zu den giftigsten Schlagen in Australien. Ihr Gift ist tödlich. Buschi erzählt mir, dass unter der Wasserskiplattform ebenfalls eine Schlage dieser Art lebt. Genau dort, wo wir die ganze Zeit im Wasser rumgeturnt haben! Aber es ist ja nichts passiert… Dann schauen wir uns seine Wasserski-Werkstatt an, wo er Scotts Boards bastelt. Eines steht fest: Buschi ist Wasserski besessen und versteht was von seinem Handwerk. Nach einem Bier fahren wir nach Hause. Wieder übernachte ich bei Warrick.
Scott
Joe und Warrick
now all togehter
They did their part
Someone talked
I’m proud of your folks too
That’s the spot to hit
Couldn’t have done it without you
We’ve still got a big Job to do
Poster Brisbane Museum
Let’s hit em
We too have a job to do
Brisbane River und Brisbane Museum- 34.Tag
Heute stehe ich um 6:30 auf, weil ich mit Jo in die Stadt fahren kann. Sie arbeitet im Zentrum bei einem Zahnarzt. Die Fahrt dauert ca. 40 min. Ich verabschiede mich und bedanke mich für die gute Zeit. Gegen 10:00 Uhr kaufe ich mir ein Ticket für das „City Cat“. – Einem Wassertaxi auf dem Brisbane River. Die Fahrt dauert etwa 2h. Anschließend gehe ich ins Brisbane Museum. Dort gibt es ein recht patriotische Ausstellung zum Zweiten Weltkrieg. Es werden Plakate aus jener Zeit ausgestellt.
Gegen 17:00 Uhr mit der U-Bahn zu unserm Ford fahre. Es dauert etwa 1,5h bis ich in Varsity Lake an der Gold Cost ankomme (ca.10km von Surfers Paradise entfernt). In Andys WG sind wir zu sechst: Shane Reed (Internationaler, Deutscher Meister 2003), Richi, Christian Weimer, Andy und ich. Wir schauen Video und gehen früh ins Bett.
Nachdem die Nacht wegen des Weins nicht wirklich erhohlsam war weckt mich Andy mit Faustschlägen um 4:30 Uhr. Wir wollen uns den Sonnenaufgang auf der Düne anschauen, weil der Sonnenuntergang teilweise durch Wolken verdeckt war. Also stehe ich noch betäubt vom Wein auf und setzte mich ins Auto. Dort merken wir, dass der Himmel bedeckt ist.
Also entscheiden wir uns dafür gleich nach „Tin Can Bay“ zu fahren, um dort die Fütterung eines frei lebenden, zutraulichen Delphins zu beobachten. Tin Can Bay ist ein kleines verschlafenes Dörfchen zwischen Maryborough und Gympie an der Sunshine Coast (Queensland). Hier kommen seit einiger Zeit jeden Morgen zwischen 7 und 8 Uhr Delphine zum Strand um sich eine Portion Fisch abzuholen.
Dort angekommen sind wir zu früh dran. Also warten wir und hoffen, dass die Delphine auch wirklich kommen, was leider bis 8:30 Uhr nicht passiert. Eine kleine Entschädigung sehen wir bei einer Pelikanfütterung zu, was sicherlich ähnlich spektakulär ist wie die Delphinfütterung: die Vögel verführen ein riesen Gezeter, bis kein einziger Fisch mehr da ist. Müde fahren wir zurück zum Hostel an der Rainbow Beach (40km).
Hinterland der Sunshine Cost
Wir packen unsere Sachen und steuern das Hinterland der Sunshine Cost an. Wir sind begeistert von der schönen Landschaft. Mittlerweile erinnert die Vegetation schon eher an daheim: viel Weideland und blühende Bäume. Nach einigen „Lookouts“ und einem Wasserfall, erreichen wir die „Glass House Mountains“.
Brisbane
Dann geht die Fahrt weiter nach Brisbane. Wir fahren fast 2h durch die Stadt bis wir am Backpacker Hostel „Palace“ –
mitten im Zentrum ankommen. Nachdem ich kurz im Internet war, gehen wir in die Stadt. Vom Hostel aus ist es nur
eine Straße weiter zur Fußgängerzone. Wir gehen chinesisch essen und schlendern durch die Stadt. Heute ist es relativ kühl, d.h. wir haben alle lange Sachen an. Andy führt uns zum Casino, zur Universität, zur Oper, zu einem öffentlichen Pool mitten in der Stadt und zum Botanischen Garten („South Park“).
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