Visum für Indien beantragen – Anleitung

Ein Visum für Indien zu beantragen ist nicht so leicht, wie man das von anderen Ländern (z.B. von Australien) her kennt. Die Website der Indischen Botschaft in Berlin ist nicht gerade selbsterklärend und leider nur in englischer Sprache verfügbar. Die entsprechenden Untersseiten auf indianembassy.de, die sich mit der Visum-Beantragung befassen sind nur schwer zu finden.

So gelangt man zu den offiziellen Visum-Seiten der Indischen Botschaft, Berlin (indianembassy.de):

http://www.indianembassy.de/ -> Navigationsleiste “Consular Services” dort gibt es die Punkte:visa-services

  • Information
  • Apply for visa/Jurisdiction
  • Visa Types
  • Visa Fees
  • Tourist Visa On Arrival (= elektronisches Visum für Indien)

Elektronisches Visum Indien – e-TOURIST VISA (eTV)

eTV berechtigt zu touristischen Aufenthalten von bis zu 30 Tagen und ist grundsätzlich vor Reiseantritt zu beantragen.

Die indischen Behörden haben am 27.11.2014 bekannt gegeben, dass es für deutsche Reisepassinhaber unter bestimmten Voraussetzungen künftig zusätzlich möglich sein soll, nach Beantragung einer Elektronischen Reiseerlaubnis („Electronic Travel Authorization“ – ETA) ein spezielles Touristenvisum bei Ankunft in Indien („Tourist Visa on Arrival“) zu erhalten.

Quelle: Auswärtiges Amt

Den Antrag auf ein e-Visa für Indien kann man frühestens 120 Tage und allerspätestens vier Tage vor Abreise stellen. Das e-Visums lässt sich nicht verlängern. Nach spätestens 60 Tagen ist die Ausreise fällig. Die mögliche Dauer des Aufenthaltes wurde von 30 Tagen auf 60 Tage erweitert. Jetzt ist auch eine zweimalige Einreise möglich.

Die Einreise ist damit an den folgenden Flug- bzw. Seehäfen möglich:
Ahmedabad
Amritsar
Bangalore
Bengaluru
Calicut
Chandigarh
Chennai
Cochin (See- und Flughafen)
Coimbatore
Delhi
Gaya
Goa (See- und Flughafen)
Guwahati
Hyderabad
Jaipur
Kolkata, auch Kalkutta/Calcutta genannt
Lucknow
Mumbai
Mangalore (See- und Flughafen)
Nagpur
Pune
Tiruchirapelli
Trivandrum
Varanas.

Die Ausreise ist  über jeden Grenzausgang (Land, See & Flughäfen) möglich.

Das Visa on Arrival kann nicht verlängert werden.

Voraussetzungen für ein eTV (=Online Visum oder E-Visum)

Auf der Homepage https://indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html sind die Voraussetzungen für ein Touristenvisum bei Ankunft mit vorheriger Beantragung einer ETA aufgeführt. Dort kann das ETA beantragt werden.

  • “International Travellers whose sole objective of visiting India is recreation , sight seeing , casual visit to meet friends or relatives, short duration medical treatment or casual business visit.
  • Passport should have at least six months validity from the date of arrival in India. The passport should have at least two blank pages for stamping by the Immigration Officer.
  • International Travellers should have return ticket or onward journey ticket,with sufficient money to spend during his/her stay in India.
  • International Travellers having Pakistani Passport or Pakistani origin may please apply for regular Visa at Indian Mission.
  • Not available to Diplomatic/Official Passport Holders.
  • Not available to individuals endorsed on Parent’s/Spouse’s Passport i.e. each individual should have a separate passport.
  • Not available to International Travel Document Holders.”

Voraussetzungen für den Erhalt sind ein noch mindestens sechs Monate gültiger Reisepass, ein Rückflug- oder Weiterreise-Ticket sowie genügend Geld, um die Ausgaben während des Aufenthaltes bestreiten zu können.

Vorbereitungen für das Visum

Was braucht man alles?

  • Rund 15 – 20 Minuten Zeit zum Ausfüllen von 3 Seiten (die Angaben zu den Sars-Ländern müssen nicht unbedingt gemacht werden)
  • Scan Passfoto: JPG, mindestens 10 KB,  höchstens 1 MB groß, mindestens 350 Pixel x 350 Pixel, aktuelles Bild mit Frontalansicht und weißem Hintergrund (Anleitung für den Upload)
  • Scan der Fotoseite des Reisepasses: Format PDF, Größe mindestens 10 KB, maximal 300 KB, persönliche Daten müssen sichtbar sein: Name, Geburtsdatum, Nationalität, Ablaufdatum etc.
  • Antworten auf Frage: “Countries visited in last 10 years”
  • Falls man schon einmal Indien besucht hat, braucht man die Visa-Nummer aus dem Reisepass.
  • Kontaktperson in Indien oder Hotel in Indien
  • Referenz im Heimatland:  Das können z.B. die Eltern sein. Adresse und Telefonnummer müssen im Visumantrag angegeben werden.
  • Geburtsorte der Eltern
  • Eine Kreditkarte, mit der die 60 US-Dollar Gebühren (E-Visum) bezahlen werden (Mastercard & Visacard werden akzeptiert).

Anschließend wird man per Email über den Status der “Bewerbung” informiert.

Beim Check-In am deutschen Flughafen sollte man darauf hinweisen, dass man ein E-Tourist Visum besitzt. Die Airline wird dieses dann im Visumssystem bestätigen und die geplante Ankunft nach Indien melden.

Wie schnell wird das elektronisches Visum ausgestellt?

Das ETA wird innerhalb von 72 Stunden erteilt, man sollte es dann auf der Reise ausgedruckt mit sich führen.

Den Status kann man mit einer individuellen Bewerbungs-ID online abfragen.

Wie beantrage ich ein elektronisches Visum (eTV) für Indien?

Das „Electronic Travel Authorization“ – ETA kann auf https://indianvisaonline.gov.in/visa/tvoa.html beantragt werden, indem man auf  den orange Button “e-Tourist Visa Application” klickt:

e-tourist-visa

 

Man landet auf https://indianvisaonline.gov.in/visa/info1.jsp

e-Tourist-Visa-eTV-application

Achtung: Der elektronische Visumantrag für Indien beendet sich nach einer gewissen Zeitspanne automatisch von selbst, wenn zu lange keine Eingabe geschieht. Man sollte sich die Fragen daher vorher schon angeschaut bzw. sie die Antworten zurechtgelegt haben.

 

Umlaute werde vom Formular nicht angenommen. Umlaute sind daher wie folgt
einzutragen:
Ä = Ae
Ö = Oe
Ü = Ue
ß=ss

Eine 24/7-Hotline für Touristenvisa bei Ankunft mit vorheriger Beantragung einer ETA ist telefonisch unter +91-11-2430 0666 oder per E-Mail über indiatvoa@gov.in eingerichtet.

Kosten für das elektronische Visum

Das eTV Indien kostet 60 US$ exklusive Kreditkarten-Gebühr.

Reguläres Visum für Indien

Aufenthaltsdauer: mehr als 30 Tage, weniger als 6 Monate

Werden die Voraussetzungen für ein elektronische Visum (eTV) nicht erfüllt muss man ein reguläres Visum (regular visa application) beantragen.

Auf https://indianvisaonline.gov.in/ klickt man auf “Regular Visa Application”:

regular-visa-application

und gelangt auf https://indianvisaonline.gov.in/visa/info1.jsp

online-visa-application

 

Visa-Erstellung wurde an externen Dienstleister outgesourct

Die Ausgabe der Visa erfolgt nicht durch die Botschaft selbst, sondern wurde von der Botschaft an zwei Visa-Dienstleister ausgelagert (International Visa Services Europe GmbH und Indo-German Consultancy Services). Je nachdem, wo man wohnt, muss man sein Visum jeweils bei einem anderen Visa-Dienstleister beantragen. Die Adressen der Dienstleister, die für die Indische Botschaft in Berlin arbeiten, findet man hier:

wohnhaft in

  Please send your application and fees to

For  general Information
Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen International Visa Services Europe GmbH
Address: Fritschestraße 61/62, 10627 Berlin
Tel. No.: 030-319977-80
Email: ivsberlin@internationalvisaservices.net
Website :www.ivs-germany.com
Embassy of India, Berlin
– Click here

Baden-Württemberg, Bayern

International Visa Services Europe GmbH
Schellingstr. 35, 80799 Munich
Tel. No.: +49 (0) 89-28673803 Queries in English
+49 (0) 89-28673805 Queries in German
Email: ivsmunich@internationalvisaservices.net
Website : www.ivs-germany.com
Consulate General of India, München
– Click here

Bremen,Hamburg, Niedersachsen,Schleswig-Holstein

Indo-German Consultancy Services, (IGCS)
Mundsburger Damm 6
22087 Hamburg
Phone : +49-40 2880560
Web: www.igcsvisa.de
Consulate General of India, Hamburg
– Click here

Hesse,North Rhine-Westphalia,Rhineland-Palatinate, Saarland

Indo-German Consultancy Services, (IGCS)
Bettinastr. 62,
60325 Frankfurt am Main
Phone: +49 69 74 222 00
Web:www.igcsvisa.de
Consulate General of India, Frankfurt
– Click here

 

 

Beantragung: Postalisch oder vor Ort?

Die Beantragung wird i.d.R. postalisch vorgenommen. Wenn man in Berlin, München, Hamburg oder Frankfurt wohnt, kann man die Beantragung des Visums auch vor Ort erledigen. Das habe ich gemacht, denn dies hat den Vorteil, dass man seinen Reisepass nicht mit der Post verschicken muss.

 

Die postalische Beantragung der Visa erfolgt indem man

  1. einen Online-Antrag der indischen Konsularabteilung ausfüllt (Klick auf “Regular Visa Application”, links oben, orange) Hilfe zum Ausfüllen des Online-Antrags gibt es in diesem PDF.
  2. den ausgefüllten Online-Antrag ausdruckt
  3. ein Passbild auf den Antrag aufklebt und im darunter liegenden Feld unterschreibt, ein weiteres Passbild per Büroklammer an den Antrag anbringt (nicht anheften!) und am besten noch den Namen hinten aufs Bild schreibt
  4. die Kosten der Visum-Beantragung im Voraus dem Visa-Dienstleister überweist (Visagebühr, Konsulatszuschlag, Servicegebühr und andere zutreffende Gebühren). Hierbei muss man sich an die genannten Anweisungen zum Überweisungsträger halten, um Verzögerungen in der Bearbeitung Ihrer Anträge zu vermeiden.
  5. seinen gültigen Reisepass (im Original!)
  6. einen adressierten Rückumschlag,
  7. eine Kopie des Überweisungsformulars und
  8. eine Auftragserteilung

an den zuständigen Visa-Dienstleister sendet (abhängig vom Wohnort, vgl. Tabelle).
Eine genaue Anleitung (für Berlin) findet man hier.

  • Postalische Antragsteller wählen bitte unter “Indian Mission” “Germany Berlin” aus, während sie den Online-Antrag ausfüllen.
  • Rückumschlag in der richtigen Größe
  • Eine deutsche Übersetzung des Online-Antrages gibt es hier.
  • Die Reisepässe werden nur per Übergabeeinschreiben zurückgesendet.

Die Beantragung des Visums vor Ort erfolgt indem man

  1. einen Online-Antrag der indischen Konsularabteilung ausfüllt ->  https://indianvisaonline.gov.in/visa/
  2. den ausgefüllten Online-Antrag ausdruckt,
  3.  ein Passbild auf den Antrag aufklebt und im darunter liegenden Feld unterschreibt, ein weiteres Passbild per Büroklammer an den Antrag anbringt (nicht anheften!) und am besten noch den Namen hinten aufs Bild schreibt,
  4. seinen gültigen Reisepass (im Original!),
  5. eine Auftragserteilung an den zuständigen Visa-Dienstleister,
  6. die anfallenden Gebühren (Bsp.: für Berlin ca. 75.-EUR) und
  7. ggf. relevante, unterstützende Unterlagen, abhängig vom beantragten Visatypus

zur Visabeantragung vor Ort bei dem Visa-Dienstleister mitbringt (Bsp. für Berlin: International Visa Services Europe GmbH).

Achtung: An indischen Feiertagen kann es sein, dass International Visa Services Europe GmbH geschlossen ist.

Weitere Informationen für die Beantragung vor Ort (für Berlin)
gibt es hier.

Weitere Dinge, die bei der Visum-Beantragung beachtet werden müssen:

Der Antrag für das Indien-Visum

Nicht gerade vertrauenserweckend ist es, wenn man mit einem Browser auf https://www.indianvisaonline.gov.in/ kommt. Hier erhält man sofort eine Warnmeldung: “Dieser Verbindung wird nicht vertraut. Sie haben Firefox angewiesen, eine gesicherte Verbindung zu indianvisaonline.gov.in aufzubauen, es kann aber nicht überprüft werden, ob die Verbindung sicher ist.” usw.

dieser-verbindung-wird-nicht-getraut

Spätestens hier läuten schließlich auch beim Letzten die Alarmglocken. Ist die Seite gehackt oder hat die indische Regierung kein Interesse daran, dass Touristen einreisen? Dieses Problem besteht schon seit Jahren.

 

Tipp: Diesen Link verwenden: https://indianvisaonline.gov.in/visa/ (URL ohne www.), dann bekommt man die Fehlermeldung nicht.

 

  • Alle Pflichtfelder (mit einem rotem Stern gekennzeichnet) müssen ausgefüllt werden.
  • Durch einen Klick auf  „Save and Continue“ gelangt man zur nächsten Seite.
  • Die Temporary Application ID sollte man sich notieren. Sie ermöglicht den Zugriff auf den Antrag bzw. die Weiterbearbeitung zu einem späterem Zeitpunkt, solange der Antrag noch nicht bestätigt bzw. gedruckt wurde.
  • Das Online-Formular muss in Großbuchstaben und vollständig ausgefüllt werden.
  • Trotzdem kann es Fragen geben, die man nicht beantworten kann. So z.B. “Citizenship /National ID No” hierbei handelt es sich um eine Ausweisnummer (national), die es in Deutschland so nicht gibt. Ich habe bei meinem Antrag “NA” angegeben. Auch bei “Visible indification marks” (Erkennungsmerkmale im Gesicht) wird dem einen oder anderen nichts einfallen. Dort wird dann ebenfalls “NA” eintragen.
  • Nach Eingabe bestätigt man mit „Print Form“, um das Antragsformular als PDF-Datei zu erhalten.
  • Das Formular druckt man aus und unterschreibt es 2 mal (1. Seite unter dem Foto + am Ende des Antrages).

 

Das Biometrisches Passbild

  • Die Passbilder müssen US-Passbild-Standardmaße haben. Das bedeutet sie müssen 2 x 2 inches (= 5,08 cm x 5,08 cm) groß sein.
  • Die Person muss vor hellem Hintergrund und frontal fotografiert sein.
  • Die Bilder müssen farbig und identisch sein.
  • Auf dem Bild muss außer dem Kopf auch der Schulteransatz zu sehen sein.
  • Das Foto muss scharf sein und es dürfen keine Reflektionen vorhanden sein.
  • Tipp: Wir haben unsere Fotos zuhause mit einer Digitalkamera gemacht.
  • Die Fotos haben wir dann mit diesem Tool  zentriert und auf die richtige Größe zugeschnitten.
    Auf die Rückseite des Fotos, das nicht aufgeklebt wird, sollte man unbedingt seinen vollständigen Namen schreiben.
  • Weitere Informationen, wie die Fotos für das Indien-Visum genau sein müssen finden sich hier.

Reisepass

  • Der Pass muss mindestens noch 6 Monate gültig sein.

Bearbeitungsdauer

  • Die Bearbeitung des Indien-Visum kann 2-3 Wochen dauern.
  • Um Stress zu vermeiden,  sollte der Antrag mindestens 4 Wochen vor der Abreise gestellt werden.

 

Aufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten

Bei einer beabsichtigten Gesamtaufenthaltsdauer von mehr als 6 Monaten oder sofern eine solche Auflage im indischen Visum (z.B. Arbeitsvisum) aufgeführt ist, besteht – unabhängig von der beabsichtigten Dauer des einzelnen Aufenthalts – eine Registrierungspflicht beim District Foreigners’ Registration Office bzw. beim Foreigners’ Regional Registration Office (Link zu den Foreigner’s Registration Offices).

Diese muss innerhalb von 14 Tagen nach der Ankunft wahrgenommen werden.

Nichtregistrierung führt regelmäßig dazu, dass der/die Betroffene am indischen Flughafen an der Ausreise gehindert wird und dann beim FRRO eine gesonderte Ausreiseerlaubnis einholen muss, was zwangsläufig eine mehrtägige Ausreiseverzögerung mit sich bringt.

Bei Aufenthalt von mehr als 180 Tagen mit Business oder Employment Visa empfiehlt es sich, bei Abreise eine Steuerbescheinigung (Tax Clearance Certificate) mit sich zu führen, die erfahrungsgemäß oft noch verlangt wird, obgleich dies nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben ist.

(Quelle: Auswärtiges Amt).

Kosten / Preis des Visums

  • Touristenvisum, mehrfache Einreisen, Gültigkeit 6 Monate ab Ausstellungsdatum 52,00 €
  • Touristenvisum, mehrfache Einreisen, Gültigkeit 12 Monate ab Ausstellungsdatum 82,00 €
  • Geschäftsvisum, mehrfache Einreisen, Gültigkeit 6 Monate ab Ausstellungsdatum 147,00 €
  • Techniker-, Arbeits-, Praktikanten- oder Studentenvisum 97,00 €
  • Transitvisum, 2 malige Durchreise 27,00 €
  • Nachzulesen auf der Website der Indischen Botschaft

Plus Service Gebühren der Visa-Anbieter i.d.R. ≈ 12 €

Preise für Berlin sind hier nachzulesen.

Abreise / Einreise

Beim Check-In am deutschen Flughafen sollte man der Fluggesellschaft mitteilen, dass man ein elektronisches Visum (e-Visum) für Indien besitzt.

Beim indischen Flughafen muss man Reisepass und elektronisches Visum (e-Visum) vorzeigen. Es kann sein, dass die Grenzbeamten nach einem gültigen Ticket für die Weiterreise bzw. Rückreise fragen und dass man biometrischen Daten abgeben musst. I.d.R. wird auch ein der Foto der einreisenden Person gemacht.

Nach erfolgreichen Prüfung erhält man einen Einreisestempel in den Reisepass.

Fazit

Der eigentliche Beantragungsprozess ist in vielen Punkten (leider) nicht selbsterklärend. Hinzu kommen Stolpersteine wie z.B. Probleme mit der Website indianvisaonline.gov.in oder beim Ausfüllen des  Online Antrags für das Indien-Visum.

Da ich selbst für meine Indienreise ein Visum brauchte, wollte ich den Ablauf, wie man ein Visum für Indien bekommt, in einer Kurzanleitung zusammenfassen. Eine Anleitung habe ich geschrieben, aber kurz wurde sie leider nicht.

Welche Erfahrung habt Ihr mit der Beantragung des Indien Visum gemacht? Habt Ihr Anmerkungen, weitere Tipps und Ergänzungen zum Antragsprozess? Gibt es Dinge, die ich hier mitaufnehmen sollte?

 

Reisebericht über meine Indienreise

Als Anregung für einen möglichen Reiseverlauf empfehle ich meinen Reisebericht über Süd-Indien.

 

Video Anleitung: Wie beantrage ich ein Visum für Indien?

  • Das Video zeigt wie man den Online-Antrag der indischen Konsularabteilung ausfüllt.
  • Achtung: Unter “Indian Mission” muss natürlich der Ort angeben werden, an dem Visum beantragt wird  (Berlin, Hamburg, Frankfurt, oder München).
  • Um alles lesen zu können sollte man das Video in bester Qualität (HD) anschauen.
  • Die Abspielqualität kann man ändern indem man neben dem Youtube-Logo (rechts unten) auf das Einstellungssymbol klickt.

Reiseblog mit Fernweh Garantie

Hin und wieder möchte ich auf meiner Website auch andere Blogs vorstellen, die auch über ferne Länder, Reisen und Outdoor Aktivitäten berichten. Sinnvoll finde ich es nicht ganz soo bekannte Seiten vorzustellen, die es aber wert sind, dass man mal genauer hinsieht.

Dies sind Blogs, die ich entweder selbst regelmäßig lese oder Seiten,  die beim meinem Besuch einen sehr positiven Eindruck hinterlassen haben. Sei es durch außergewöhnlich schöne Bilder, durch ansprechend geschriebene Artikel oder nützliche Features.

Heute ist der Reiseblog Jung und Weit an der Reihe. Gleich vorneweg sei gesagt, dass man dem Link dorthin nicht folgen sollte, wenn man gerade wenig Zeit hat, oder wenn der nächste Urlaub noch in weiter Ferne liegt. Denn leicht läuft man Gefahr sich dort tiefer in die Geschichten einzulesen und/oder sich so eine gehörige Mütze Fernweh abzuholen.

Auf Jung & Weit berichten Michael & Daniel von Ihren Reisen kreuz und quer über den Globus. Dabei beschreiben sie neben Fernreisen z.B. durch die USA und Neuseeland auch ihre Städtereisen & Kurztrips. Ideal, um sich Anreize für die nächsten Reiseziele zu holen bzw. sich inspirieren zu lassen, wenn der nächste Urlaub noch nicht geplant ist.

Wer Lust hat kann die Routen direkt nachreisen hier findet man eine Auswahl der GPS Strecken. Für die Grobplanung eines Trips finde ich die GPS Routen sehr hilfreich: zuerst liest man den Reiseartikel und schaut sich danach die entsprechende Route auf Google Maps an. Das entsprechende GPS File kann man sogar von der Seite runterladen und bei Bedarf in seinem eigenen GPS Gerät nutzen. So ist man den beiden Autoren aus Berlin einerseits ganz dicht auf den Spuren und sieht andererseits viele Highlights in unterschiedlichen Ländern.

Sowohl den Blog, die Bilder & Videos als auch die Reiseartikel kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Kangaroo Island – Insel der Kängurus

Trip nach Kangaroo Island (23.Tag, 28…02…05)

Heute stehen wir gegen 5:30 Uhr auf, denn unser Trip nach „Kangaroo Island“ starte bereits am frühen Morgen. Mit dem Reisebus fahren wir nach „Cape Jervis“ und setzten mit der Fähre über zur drittgrößten australischen Insel.

In „Penneshaw“ erwartet uns Tom – unser Tourguide für die nächsten zwei Tage. Unsere Reisgruppe umfasst 18 Personen unterschiedlichen Alters. Wir begeben uns zunächst zu einem nahe liegenden Lookout, wo wir Tamon-Wallabies (kleine Kängurus) sehen. In „American River“ gibt es Mittagessen. Uli entdeckt in der Damentoilette eine „Huntsman Spider“.

Dann fahren wir zur „Seal Bay“, wo uns ein Ranger erwartet mit dem wir zum Strand gehen, wo dutzende Seelöwen vor sich hindösen. Es muffelt nach Fisch. Einige Tiere nehmen gerade ein Bad, andere tragen Revierstreitigkeiten aus. Aber die meisten schlafen. Wir erfahren, dass Seelöwen jeweils 3 Tage auf Nahrungssuche im Meer sind und sich dann anschließend 3 Tage am Strand ausruhen. Nach einer dreiviertel Stunde am Strand gehen wir zurück zum Bus.

Wir fahren zu einer Eukalyptus-Allee, wo wir hoch oben im Geäst Koalas entdecken. Außerdem gibt es hier große und kleine Kängurus. Unser letzter Anlaufpunkt für den Tag und gleichzeitig unser Nachtlager ist ein abgeschiedenes Resort, wo wir zahme Wallabies und Possums füttern. Zum Abendessen gibt es ein BBQ mit Kängurusteaks. Auf dem Weg ins Bett entdecken wir am Wegesrand im Sand einen kleinen Skorpion.

Flinders Chase National Park,  (24.Tag, 01…03…05)

Nach dem Frühstück mit der Gruppe brechen wir zum „Flinders Chase NP“ auf. Unseren ersten Stopp legen wir bei den „Remarkable Rocks“ ein. Diese Granitfelsformation bildet ein super Fotomotiv. Wir schießen unzählige Fotos und genießen den weiten Blick auf Meer. Die besten Fotos schießt man dort bei  Sonnenauf oder -untergang.

Admiral Arch

Danach geht’s zum „Admiral Arch“ – einem gewaltigen Felsbogen aus Kalkstein, der über viele Jahre hinweg vom Meer erschaffen wurde. „Admiral Arch“ ist leicht über eine leicht begehbaren Fußweg zu erreichen. In der Höhle gibt es viele herunterhängende Stalagtiten. Direkt davor warten hunderte von „Fur Sea Lions“ auf uns. Belustigt beobachten wir ihr Treiben.

Visitor Center Flinders Chase National Park

Auf dem Erkundungsweg des Visitor Center begegnen uns zahme Kängurus, die ausgiebig gestreichelt werden wollen. Ein paar Schritte weiter treffen wir auf zwei altbekannte Hasen: Karsten und Ulrike aus Stuttgart. Sie sind mit ihrem Camper Van auf der Insel unterwegs. Wir tauschen die neusten Geschichten aus und freuen uns über den außerordentlichen Zufall.

Unseren Lunch nehmen wir in einem abgezäunten BBQ-Bereich ein, wo uns Kängurus von außen hungrig beobachten. Danach fahren wir an die Nordküste, wo wir an der wunderschönen „Snelling Beach“ und dem versteckten Strand „Stokes Bay“ halt machen. Aber leider lässt das kühle Wetter nicht zu, dass wir ein Bad nehmen.

Streichel-Zoo

Nun folgt Ulis absoluter Triphöhepunkt. Es geht nach „Paranda“, wo es einen kleinen Zoo gibt. Zuerst dürfen wir zutrauliche, braune Kängurus füttern und streicheln. Sie fressen uns aus der Hand und kitzeln uns mit Zähnen und Zunge. Dann wird für uns der Koalabereich geöffnet. Ulrike knuddelt, streichelt, stubst, küsst und füttert ein putziges, kleines Koalababy. Es ist super flauschig und recht aktiv. Während die älteren Koalas auf ihren Ästen dösen, klettert es hin und her und gibt für uns eine Sondervorstellung. Zwischenzeitig wenden wir uns auch den anderen Koalas zu. Alle zusammen riechen stark nach Eukalyptus und sind ganz weich und sauber. Irgendwann müssen wir uns verabschieden. Zum Trost gibt es aber für Uli noch ein junges, niedliches Känguru auf den Arm. Außerdem gibt es Emus, Papageien und kleine Krokodile.

Pelikanfütterung bei Kingscote

Dann geht die Reise weiter nach „Kingscote“, wo wir bei einer Pelikanfütterung zuschauen. Es wird gehauen, gebissen und gehackt um etwas abzukriegen. Zurück in „Penneshaw“ essen wir Fish and Chips mit Blick auf das Meer. Wir dinieren in Begeleitung von Laurant und Celine (zwei Mal) – 3 Franzosen. Dann nehmen wir die Fähre zurück zum Festland.

Sehenswürdigkeiten in Adelaide – Tipps für South Australia

Die Fahrt nach Adelaide (19.Tag  24…02…05)

Nach dem Frühstück fahren wir zum „Silberband Waterfall“ und zum „Sundiale Lakeview“. An der „Zumstein Picnic Area“ essen wir zu Mittag. Dann treten wir die 550km lange Fahrt nach „Adelaide“ an. Gleich zu Beginn sehen wir mehrere Känguru- und Emuherden. Wir kommen an einem „Green Lake“ und an einem „Pink Lake“ vorbei. Gegen 22:30 Uhr erreichen wir Adelaide und suchen uns einen Schlafplatz in der Nähe der Universität.

Lonely Planet Tourist Walk durch Adelaide (20.Tag  25…02…05)

Nachdem wir im zentral gelegenen Backpacker Hostel „Blue Galah“ eingecheckt haben, geben wir schweren Herzens unseren Campervan „Elvis“ bei Wicked ab. Er hat uns in den letzten Wochen sehr gute Dienste geleistet. Dann machen wir uns im Hostel frisch und frühstücken. Gestärkt machen wir uns auf den im „Lonely Planet“ beschriebenen Tourist Walk durch „Adelaide“. Wieder einmal scheint die Sonne. Es ist angenehm warm.

Höhepunkte der Tour  sind die „Art Gallery“, das „South Australia Museum“, der „Botanic Garden“ und der „Light’s Vision Lookout“. Wieder am Hostel angelangt essen wir dort zu Abend.

Museen in Adelaide (21.Tag  26…02…05)
Heute nach dem Frühstück trennen sich unsere Wege. Uli begibt sich auf ihren lang ersehnten Einkaufsbummel, während ich noch einmal in das wunderbare „South Australian Museum“ gehe. Das Museum besitzt die weltweit umfangreichste  Sammlung von Artefakten der australischen Ureinwohner. Es werden z.B.  Werkzeuge, Waffen und Gefäße nach Themenkreise präsentiert und anschaulich erklärt. Im Erdgeschoß gibt es eine aktuelle Ausstellung eines Deutschen Fotographen, der im 19.Jahrhundert als erster Mensch im „Northern Territory“ Bilder gemacht hat. Das Museum ist sehr gut.

Glenelg Beach, South Australia

Um 13:30 Uhr treffe ich Uli wieder und wir schlendern zusammen zum „Migration Museum“, wo das Schicksal der australischen Einwanderer sehr plastisch dargestellt wird. Dann begeben wir uns mit der antiken Tram nach „Glenegl“ – dem bekanntesten Strand „Adelaides“. Wir werfen Frisbee, baden und sonnen uns. Es ist geniales Wetter. Gegen 20:00 Uhr holen wir uns frisch zubereiteten Fisch und essen ihn an der Uferpromenade.

Aquatic Center  – Schwimmbad in Adelaide (22.Tag  27…02…05)

Heute morgen wandern wir über die „O’Connell Street“ zum „Aquatic Center“. Dort findet in einem abgesperrten Pool gerade ein Wasserballspiel statt. Das Schwimmbad ist gepflegt und hat einen Liegebereich im Freien. Ich begebe mich ins kühle Nass und ziehe für ca. 1 Stunde meinen Bahnen, während Uli sich im Außenbereich sonnt.

Dann fahren wir nach „Port Adelaide“ zum „Fishermans Wharf Market“ – einem kitschigen Krämermarkt. Wir sind wenig begeistert und treten bald wieder den Rückweg an, was sich aber wegen der miserablen öffentlichen Verkehrsanbindung als problematisch erweist: Da heute Sonntag ist fahren so gut wie keine Busse und an der Haltestelle für den Zug warten wir ungefähr eine Stunde. Zurück am Hostel trinken wir Bier und fallen geschafft ins Bett.


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